Der gesamte Bewerbungsprozess hat einen sehr schlechten Eindruck hinterlassen. Vom ersten Kontakt bis zum Abschluss vergingen insgesamt fünf Monate – eine extrem lange Zeitspanne, die weder professionell noch respektvoll gegenüber Bewerbern wirkt. Besonders irritierend war, dass das persönliche Gespräch ursprünglich als letzter Schritt angekündigt wurde. Nach dessen Abschluss wurde jedoch plötzlich entschieden, dass ein weiteres Interview notwendig sei. Das wirkte unstrukturiert und schlecht organisiert.
Schon während des Prozesses entstand bei mir ein ungutes Gefühl gegenüber dem Unternehmen. In einem Gespräch wurde ausführlich über die Erfolge einer Mitarbeiterin in einem bestimmten Markt gesprochen. Zunächst wurden ihre Leistungen sehr positiv hervorgehoben, doch im nächsten Moment relativierte man ihren Beitrag wieder, indem behauptet wurde, es sei nicht ganz klar, wie groß ihr tatsächlicher Einfluss gewesen sei. Das wirkte widersprüchlich und wenig wertschätzend – insbesondere, da es sich um einen Markt handelte, in dem sprachliche Kompetenz offensichtlich eine zentrale Rolle spielte.
Der Eindruck entstand, dass das Unternehmen eher versuchte, den Erfolg dieser Person mit jemand anderem zu reproduzieren, anstatt ihre Leistung klar anzuerkennen. Es wirkte fast so, als würde ihr Beitrag bewusst abgeschwächt werden, was ich persönlich befremdlich fand.
Obwohl ich letztlich eine Absage erhalten habe, wurde mir während des Prozesses deutlich, dass dieses Unternehmen nicht gut zu meinen Erwartungen passt. Die angeblich „flache Hierarchie“ schien in der Praxis auch zu bedeuten, dass individuelle Leistungen nicht klar gewürdigt oder sichtbar gemacht werden. Insgesamt hinterlässt der gesamte Ablauf einen unprofessionellen und wenig wertschätzenden Eindruck.