Ablauf: Bewerbung => Online-Test => Online-Videointerview (relativ neu!) => Assessment Center => Schnuppertag mit anderem Area Manager
Alles korrekt absolviert, kompletter Prozess ist neuerdings in Du-Form, auch wenn das noch nicht so recht klappen mag. Online-Test ist der gängige Cut-e Onlinetest. Danach Videointerview, welches spannend ist und gute Fragen beinhaltet. Darauffolgend kommt das eintägige, nicht vergütete (Anreise selbst bezahlen) Assessment Center in Weinfelden in kleiner Runde mit mind. ebensovielen Kaderleuten im Raum (speziell, wenn so viele Verkaufsleiter und noch höher für Kandidaten da sitzen, wenn eh keiner genommen wird?)
Assessment ist verhältnismässig einfach (Vorstellung, Postkorbübung, Rollenspiel), dauert einen Tag und das Feedback ist hart, aber fair. Die besten kommen weiter. Man denke sich, die höchste Hürde sei geschafft? NEIN!
Man möchte, dass man den Alltag des Trainees und des Area Managers noch besser kennenlernen kann (Zitat Feedback der Kader in Weinfelden). Es folgt ein (Zitat schriftliche Einladung) unverbindlicher und unentgeltlicher Schnuppertag in einer der Filialen. Dieser dauert von 6 Uhr bis spätabends und wird mit Früchtetürme bauen, Warenplatzierung kontrollieren, Shadowing des Area Managers, Essen mit Kollegen und Kennzahlenanalyse verbracht. Klar, ist ja auch Teil des Traineelebens bei Lidl später, daher an sich kein Problem, wenn der Tag nach erfolgreichem Assessment nur noch Formsache wäre!
Daraufhin folgte schnell innerhalb weniger Tage die Absage. Das Interesse am Detailhandel sei nicht vorhanden, so die Kernaussage des zweiminütigen, telefonischen Feedbacks. Wieso hätte ich mich sonst bei Lidl beworben? Und wieso war ich dann bis und mit Schnuppertag mit Freude an Bord?
Alles in allem also ein schneller und transparenter Prozess bis zur Absage. Grosses Minus, dass soviel Ressourcen von allen Seiten für eine Absage nach dem Schnuppertag investiert wird! Naja, die Früchtetürme stehen wahrscheinlich immer noch...